Glaube

Glaube der Wikinger

Die kriegerische Natur der Wikinger findet sich auch in ihrem Glauben wieder. Ihre Götter sind kampferprobt und weder Tod noch der Weltuntergang können sie schrecken.

 

Götter

Während die Wanen das ältere und friedliche der beiden Göttergeschlechter bilden, sind die jüngeren Asen das kriegerischere Geschlecht. Aus ihm entstammt der einäugige Göttervater Odin ebenso wie der bei den Wikingern sehr beliebte Thor, der Gott des Donners, mit seinem Hammer Mjölnir, der es an Körperkraft sogar mit den Riesen aufnehmen kann.

Ragnarök

Trotz ihrer Macht ist es den Göttern vorherbestimmt, am Ende in einem großen Kampf gegen die Riesen und Ungeheuer unterzugehen. Ragnarök, das Ende der Welt, stellt jedoch zugleich einen Neuanfang dar. Während die Welt in Erdbeben, Fluten, einem eisigen Winter und dem Feuer des Weltenbrandes untergeht, kämpfen die Götter das Böse nieder und bereiten damit den Weg für einen Neuanfang.

Tod

Mit so kriegerischen Göttern wie Odin und Thor als Vorbild war der Tod für einen Wikinger nichts Erschreckendes. Starb ein Krieger im Kampf mit seiner Waffe in der Hand, hatte sein Leben einen ehrenvollen Abschluss gefunden und verdiente den Respekt der Lebenden. Je nach Rang des Toten finden sich Hügelgräber, in denen der Tote in einem Schiff beigesetzt wurde. Es gab aber auch Seebestattungen, bei denen der Leichnam auf einem brennenden Schiff in die offene See hinaus geschickt wurde.

Walhall

Ziel aller Totenreisen ist Walhall. In dieser prächtigen Halle in Asgard, der Burg Odins, erwarten die tapfersten aller Gefallenen den Beginn Ragnaröks, um dann unter dem Befehl Odins selbst in ihren wichtigsten Kampf zu ziehen. Darauf bereiten sie sich jeden Tag mit Kampfübungen vor, während sie am Abend große Feste feiern.

Yggdrasil

Yggdrasil, der Weltenbaum, umfasst den gesamten Kosmos der Lebenden, Toten und Götter. Die Esche wird auch Ragnarök überstehen und in ihren Zweigen einen Mann und eine Frau beschützen, aus denen das neue Menschengeschlecht entsteht.