Zeittafel

6. Jahrhundert

  • 516 bis 522 – Kriegszug des Dänenkönigs Hugleik(Chlochilaicus)
  • 565 – Dänische Einfälle in das Frankenreich.

7. Jahrhundert

  • 617 – Norwegische Seeräuber verwüsten Tory Island an der Küste Donegals und die Insel Eigg unter den Hebriden.

8. Jahrhundert

  • 742 – Burghead Fort (Schottland)
  • 787 – Dorset (Südengland).
  • 793 – Überfall auf das Kloster Lindisfarne
  • 795 – Beginn der Wikingerüberfälle auf Irland (Inishmurray). Dublin, Rechra (jetzt Lambay, nördlich von Dublin) und Glamorganshire in Wales werden verwüstet
  • 798 – Neuen Plünderungen im gesamten St. Georgs-Kanal.
  • 799 – Beginn der Wikingerüberfälle auf das Frankenreich. Plünderung der Aquitanien vorgelagerten Inseln.

9. Jahrhundert

  • Um 800 – Dänische Seeräuber suchen die Küsten Frieslands heim. Karl der Große rüstet eine Flotte aus und setzt Küstenwachen ein.
  • 806 – Roscommon (Irland) wird verwüstet.
  • 808 – Der jütisch-dänische König Gudfred überschreitet die Eider und unterwirft einen Teil der bisher mit den Franken verbündeten westslawischen Abodriten.
  • 810 – Eine dänische Flotte landet in Friesland, verwüstete die friesischen Inseln und erhält einen Tribut von 100 Pfund Silber.
  • 820 – 13 Wikingerschiffe verlassen Nordmannia (Norwegen). Nach vergeblichen Landungsversuchen in Flandern und an der Seinemündung, gingen sie in der Nähe von Noirmoutier an Land und machten reiche Beute. Weitere Überfälle auf dem Heimweg bei Wexford und Howth (nahe Dublin), wo sie viele Frauen raubten.
  • 830 – Erneute Wikingerüberfälle auf England. Wikinger lassen sich um 830 an der Ostküste Irlands (im östlichen Meath und in der Gegend des späteren Wicklow) nieder.
  • 834 – Dorestad. Beginn alljährlicher Plünderungszüge nach Westeuropa. Eine Wikingerflotte aus 67 Schiffen fährt in die Loire ein. Plünderung von Nantes. Beginn der Plünderungen in Friesland.
  • 835 – Themseinsel Sheppey. Beginn alljährlicher Plünderungszüge nach England.
  • 836 – Wikingereinfälle unter anderem in London. Zwei große Flotten steuern ans östliche Irland und segelen in die Boyne und die Liffey hinein.
  • 837 – Domburg
  • 839 – Eine große königliche Flotte kommt unter Turgesius an das nördliche Irland. Er macht sich zum König über die Fremden Erins und wird der erste Wikinger, der außerhalb Skandinaviens ein neues Reich gründete.
  • 840 – Erste Wikinger-Winterlager im Frankenreich.
  • 841 – Gründung von Dublin. Am 12. Mai 841 läuft eine aus Aquitanien kommende Wikingerflotte unter Ásgeirr in die Seine ein und plündert Rouen und mehrere reiche Klöster der Umgegend.
  • 842 – Quentowic (am nördlichen Ufer der Canchemündung) wird von einer von London kommenden Wikingerflotte geplündert.
  • 843 – Nantes
  • 844 – Wikingerüberfall auf Spanien. Loire-Normannen ziehen nach Süden auf Garonne und dringen bis nach Toulouse vor. Ende August Überfall auf Lissabon, Cadix und Sevilla, das sie mit Ausnahme der Zitadelle einnahmen.
  • 845 – Eine neue Wikingerflotte unter Führung von Ragnar Lodbrok läuft in die Seine ein. Paris wird geplündert und den Wikingern eine große Summe bezahlt. Außerdem werden sowohl Hamburg wie auch Friesland furchtbar verheert.
  • 849 – 140 Schiffe der „schwarzen Heiden“ (Dänen) kommen nach Irland, um die Herrschaft über die „weißen Heiden“ (Norweger) zu erringen.
  • 851 – Dänische Wikinger eroberten Dublin und schlagen die Norweger von Dundalk. Ásgeirr, der Führer der aquitanischen Normannen fällt in die Seinelande ein.
  • 852 – Norwegische Wikinger liefen sich mit dänischen Wikingern eine dreitägige Schlacht bei Carlingford Lough. Die Norweger werden vernichtend geschlagen; sie verlieren 5000 Mann und müssen sogar ihre Schiffe den Dänen überlassen. Der Däne Sidroc überfällt die Ländereien an der Seine.
  • 853 – Amlaib Conung (Olaf), Sohn des Königs von Lochlann übernimmt die Herrschaft über die Wikinger in Irland. Die Loire-Normannen zerstören Tours und andere blühende Städte des westl. Galliens.
  • 855 – Halfdan, Ubba und Iwar, die Söhne Ragnar Lodbroks, schlagen ihr Winterlager auf Shepey an der Themsemündung auf. Der Däne Sidroc kämpft gegen die Loire-Normannen. Auch Björn Eisenseite kommt an die Seine und verbündet sich mit Sidroc.
  • 856/57 – Plünderung von Paris, Tours und Orleans.
  • 859 – Weland, der Führer der norwegischen Loire-Normannen läuft mit seinen Schiffen in die Somme ein und plündert Amiens. Die Waräger kamen ins Gebiet des späteres Russlands erhoben Steuern von den Tschuden und Slawen.
  • 859 bis 862 – Eine große dänisch-norwegische Wikingerflotte aus 62 Schiffen (in manchen Quellen über 100) unter Führung von Björn Eisenseite und seinem Bruder Hastingus plündert verschiedene Küstenstädte am Mittelmeer. Weland läuft mit seinen Schiffen in die Somme ein und plündert Amiens.
  • 860 – Angriff auf Konstantinopel
  • 861 – Überfall auf Paris. Weland dringt mit seinen Schiffen bis Melun vor.
  • 861/62 – Die große Mittelmeerflotte der Wikinger segelt von Italien aus wieder gen Heimat, erleidet in der Straße von Gibraltar jedoch Schiffbruch. Dabei gehen über 40 Schiffe zugrunde.
  • 862 – Überfall auf Köln. Die Normannen verlassen die Seine.
  • 863 – Überfall auf Xanten. Dorestad (Friesland) wird von dänischen Wikingern völlig zerstört. In Irland plündern die drei Wikingerkönige Amlaib Conung, Ímar und Auisle mit ihrer Armee den prähistorischen Grabhügel von Brú na Bóinne. Weland (inzwischen getauft und mit Karl dem Kahlen verbündet) wird des Treubruches beschuldigt und fällt im Zweikampf.
  • 863/64 – Aquitanien und die Seinelande werden mehrmals verwüstet.
  • 865 – Der sechste Wikingerzug in die Seineg. Bárðr, ein Führer der Loire-Normannen aus Dublin, plündert Orléans.
  • 866 – „Das Große Heer“ der Wikinger landet in Ostanglien. Überfall auf York. Amlaib Conung und Auisle fallen in Schottland ein und verwüsten das Land der Pikten. Die Söhne Ragnar Lodbroks verwüsteten Northumberland. Beginn der ersten Periode der großen Wikingerzüge in England. Die Rus-Häuptlinge Askold und Dir unternehmen einen großen Zug gegen Konstantinopel.
  • 868 – „Das Große Heer“ fällt in Mercien ein (Winterlager in Nottingham). Die Normannen werden von den Engländern eingeschlossen. Es kommt zum Friedensschluß.
  • 870 – Amlaib Conung verwüstet erneut Schottland, während Iwar teils in Schottland, teils in England kämpft. Das Große Heer rückt verwüstend in Ostangeln ein; König Eadmund (Ostanglien) wird am 20. November 870 getötet.
  • 870/871 – Amlaib Conung und Iwar kehren mit 200 Schiffen und vielen britischen, sächsischen und schottischen Gefangenen nach Dublin zurück.
  • 871/872 – Die Normannen nehmen in London ihren Wintersitz; woran eine für König Halfdan geschlagene Münze noch erinnert.
  • 875 – „Das Große Heer“ teilt sich. Ein Teil unterwirft unter Führung von Halfdan Ragnarsson Northumbria und zieht nach York; Halfdan läßt sich zum König von Jorvik (später York) krönen. Der andere Teil des Heeres rückt unter drei Königen, Gudrum, Oskytel und Hamund, nach Cambridge. Dort schlagen sie ihr Winterlager auf und verheeren das Reich Aelfreds des Großen aufs Neue.
  • 876 – Halfdan Ragnarsson zieht nach Dublin und tötet dort König Oistin, den Sohn des früheren Königs Amlaib Conung. Eine Flotte der Normannen läuft zum siebentenmal in die Seine ein.
  • 877 – Loire-Normannen plünderen wiederholt die Städte Westgalliens (z.B. Tours, Nantes und Angers) und unterwerfen die Küste der Bretagne von der Loire bis Blavet (Cornouaille).
  • 878 – König Alfred der Große besiegt die dänischen Wikinger unter Führung von Guthrum bei Edington und erobert London zurück. Daraufhin schließend die Dänen mit ihm Frieden (Vertrag von Wedmore).
  • 878 bis 888 – In England entsteht das Danelag. „Das Große Heer“ zerstört Teile des Frankenreiches.
  • 879 – Ludwig der Stammler stirbt am 10. April 879. Sein Reich ist der Auflösung nahe. Eine neue, große Wikingerflotte läuft in die Themse ein und lagert bei Fulham. Im Sommer segelte die Flotte über den Kanal in die Straße von Calais. Beginn „Des Großen Heeres„.
  • 880 – Harald Schönhaar begründet das Earltum der Orkney.
  • 881 – Überfall auf Aachen, Köln, Bonn, Mainz, Worms und Metz.
  • 882 – Überfall auf Trier.
  • 883 – Überfall auf Duisburg.
  • 884 – Eloir, ein Sohn des 853 gefallenen Königs Jarnkne, wird neuer König der Wikinger in Irland, indem er den amtierenden König, einen Sohn des Auisle, tötet.
  • 886 – Plünderung Paris und Tours.
  • Um 887 – Eine große Flotte dänischer Wikinger (unter Führung der Söhne des Iwar Ragnarsson) kommen nach Irland.
  • 892 – Die Kämpfe beginnen aufs Neue. Hastingus und die Überreste des Großen Heeres verlassen das Frankenreich und gehen nach England, wo sie sich unter der Führung von Hastingus vereinigen.
  • 894 – Das Große Heer verwüstet Wales.
  • 896 – Das Große Heer löst sich auf; die meisten Wikinger gehen nach Ostangeln und Northumberland, einige ziehen ins Frankenreich zurück.

10. Jahrhundert

  • um 900 – Entdeckung Grönlands durch Gunnbjörn Úlfsson
  • 903 – Plünderung von Tours durch Loire-Normannen unter Führung von Bárðr und Eiríkr.
  • 911 – Gründung der Normandie durch Rollo. Das erste Danegeld wird erhoben. Oleg, einer der schwedischen Eroberer Russlands unternimmt einen Zug nach Konstantinopel (danach wurde zwischen Russen und Griechen Friede geschlossen).
  • 914 – Wikinger erobern die Bretagne. Die Wikinger kehren unter Ragnwald, dem Enkel Iwar Ragnarssons, und dem Jarl Ottar nach Irland zurück und setzten sich zuerst in Waterford fest.
  • 917 – Sigtrygg, Bruder (?) von Ragnwald, erobert erneut Dublin.
  • 937 – Olaf Kuaran kommt mit einer großen Flotte, hauptsächlich aus Irland und von den Hebriden, nach England und erobert York. Zu derselben Zeit rückt Konstantin von Schottland mit einem großen Heer aus Schottland in England ein.
  • 942 – Edmund I. von Wessex eroberte die „Fünf Burgen“ (Derby, Lincoln, Leicester, Stamford und Nottingham) von den Norwegern und Dänen zurück.
  • 980 – Erneute Wikingerangriffe auf England. Southampton und andere Plätze an der Südküste Englands werden geplündert.
  • 983 – Besiedlung Grönlands durch Erik den Roten
  • 986 – Jona wird an Weihnachten geplündert.
  • 992 bis 1013 – Alljährliche Plünderungszüge dänischer und norwegischer Wikinger nach England, unter Führung von Olav I. Tryggvason (später König von Norwegen) und König Swein Haraldsson von Dänemark (Sven I. Gabelbart).
  • 994 – Die Wikinger segeln von England in die Niederlanden und nach Sachsen hinüber. Große Strecken werden verwüstet. Am Ende des Sommers kehren sie nach England zurück und versuchen am 8. September vergebens London einzunehmen. König Aethelred von England muss 16.000 Pfund „Dänengeld“ (Danegold) zahlen.
  • 995 – Olav I. Tryggvason schließt mit König Aethelred von England Frieden, läßt sich taufen und kehrt nach Norwegen zurück, wo er König wird. König Sven I. Gabelbart von Dänemark setzt die Plünderungen in England fort.

11. Jahrhundert

  • 1001 – Sven I. Gabelbart setzt die Plünderungen in England fort bis sich König Aethelred von England mit 24.000 Pfund Silber den Frieden erkauft.
  • 1002 – König Aethelred von England läßt am 13. November alle in England wohnenden Dänen ermorden. Sven I. Gabelbart rüstete sich, um Rache zu nehmen. Die Wikingerzüge werden Eroberungszüge.
  • 1009 – Thiel wird geplündert.
  • 1011 – Viele angelsächsische Adlige laufen zu Sven I. Gabelbart über. Er und die Wikinger erobern Canterbury und ermorden Erzbischof Aelfheah (Canterbury).
  • 1012 – Friedensschluß zwischen König Sven I. Gabelbart von Dänemark und König Aethelred von England. Die Angelsachsen müssen den Wikingern 48.000 Pfund Danegeld zahlen.
  • 1013 – Im Juli kommt Sven I. Gabelbart mit einer großen Wikingerflotte nach England zurück. Die Bewohner von Northumberland und dem ganzen nördlichen England schließen sich ihm an. Aethelred flüchtet in die Normandie.
  • 1014 – Am 3. Februar stirbt König Sven I. Gabelbart plötzlich; sein Sohn Knut muß nach Dänemark zurückkehren. Schlacht von Clontarf (am Karfreitag, 23. April) bei Dublin. König Brian Borumha von Munster besiegt die Dubliner Wikinger unter Sigtrygg. Brian stirbt allerdings auch. Ende der Wikingerzüge in Irland.
  • 1016 – König Aethelred stirbt am 4. April.
  • 1042 – Die Wikingerzüge in England enden mit dem Tode Hardeknuts, dem Sohn Knuts des Großen; die dänische Herrschaft in England erlischt.
  • 1066 – Ende der Wikingerzeit (Schlacht bei Hastings)